Intro

 

Woher kommt Krav Maga?

 

Selbstverteidigung: Krav Maga

 

Entwickelt wurde Krav Maga von Imrich Lichtenfeld. Ein Ungar, geboren Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Lichtenfeld war ein guter Boxer, wuchs in der Slowakei auf und wollte den dort lebenden Juden gegen antisemitische Übergriffe helfen. 1942 ging er nach Palästina und unterrichtete seine Kampferfahrung dort weiter. Und wurde 1948 Nahkampfausbilder der israelischen Armee. Krav Maga ist die Nahkampftechnik, die von der israelischen Armee und dem Geheimdienst Mossad praktiziert wird.

 

Was ist Krav Maga?

 

Der Name "Krav Maga" kommt aus dem hebräischen und bedeutet "Kontaktkampf". Die Nahkampftechnik findet ihren Ursprung in der israelischen Armee und dem Geheimdienst Mossad. Krav Maga orientiert sich nicht an den klassischen Kampfsportsystemen, wie zum Beispiel Karate. Krav Maga nutzt den sogenannten dirty fight, wo alle Mittel zum Schutz des eigenen oder auch andern Lebens, eingesetzt werden. Auch unfaire. Es gibt Tritte gegen Ohren, gegen das Knie, auch zwischen die Beine. Wir nutzen alle Möglichkeiten, um uns in einer gefährlichen Notwehrsituation zu schützen.

Bisher praktiziert und ausprobiert habe ich Taekwondo, Muay Thai und Boxen. Bei Krav Maga bin ich geblieben. Sicherlich ist es keine Olympische Disziplin, und eigentlich ist Krav Maga auch keine Kampfsportart. Es ist die effektivste Art der Selbstverteidigung, die nur ein Ziel kennt: einer Gefahr, bei Übergriffen oder einer Attacke, schnell und heil zu entkommen.

 

Worauf kommt es an?

 

Wer die Technik lernen will, muss kein Rambo sein. Ich bin zwar 1,80 groß, bin aber er kein Muskelpaket. Meine jüngste Schülerin in 7 Jahre alt, mein ältester Schüler 62. Die meisten von ihnen sind schmale kleine und durchschnittliche Menschen. Effizientes und nachhaltiges Training, Disziplin und keine Scheu, sich auch unfairer Methoden zu bedienen, (ggü. dem regulären Kampfsport), tragen dazu bei, dass auch die unscheinbaren kleinen und schmalen Menschen sehr gute Kämpfer werden.

Es kommt auf andere Dinge an.

Zum einen auf eine saubere und klare Technik. Zweitens, eine hohe Aggression, dass macht mindestens 50 Prozent aus. Das klingt erstmal negativ. Aber diese Aggression ist sehr lebensbejahend in einer Notwehrsituation. Wenn man angegriffen wird, dann muss man mit maximaler Energie gegen Gegner vorgehen. Und dazu bedarf eines hohen Maßes an Aggression und Effizienz. Drittens, keine Hemmungen. Zögern führt unweigerlich zur Überlegenheit des Angreifers. Das Überraschungsmoment ist eine sehr gut anzuwendende Taktik. Um eine Basisausbildung zu bekommen, sollte man ein halbes Jahr regelmäßig trainieren, mindestens einmal die Woche. Für die Basic Selbstverteidigungstechniken reicht eine kurze Zeit vonca. 6 Monaten.

 

Wer geht zum Training?

 

Nach meinen Beobachtungen kommen ganz normale Bürger zum Krav-Maga-Training. Vom Arbeitsuchenden und Angestellten über Anwälte und Ärzte, bis hin zu Rentnern sind alle Gesellschaftsschichten vertreten. Es gibt keine typischen Schüler. Der prozentual höhere Anteil meiner Schüler ist weiblich, Tendenz steigend. Von der Effektivität des Krav Maga sind meine Trainees überzeugt. Mein Argument:

"YOU NEVER KNOW HOW STRONG YOU ARE, UNTIL BEING STRONG IS THE ONLY CHOICE YOU HAVE“

Weil man inzwischen so erfolgreich ist, will man aber besonders vorsichtig sein, dass die Technik nicht von den Falschen gelernt wird. Ich lehne prinzipiell Leute mit Vorstrafen wegen Gewaltdeliktenab. Auch Teilnehmer, die im Training auffällig werden, werden von mir nicht mehr weiter Trainiert. Um bereits im Vorfeld die Spreu vom Weizen trennen zu können, kann stichprobenartig von einem Teilnehmer ein Führungszeugnis verlangt werden.

Warum ist diese Art der Selbstverteidigung so interessant?

Wir hören täglich von Übergriffen und Überfällen, bedauerlicherweise oftmals von Menschen, denen wir eigentlich helfen wollen. Dabei haben wir die Kulturen mancher Immigranten nicht bedacht. Zusätzlich ist die Gewalt Bereitschaft jener die unter Alkohol,- oder Drogeneinfluss stehen, gestiegen. Nicht zu vergessen Triebtäter, die urplötzlich aus dem Gebüsch springen und eine Joggerin angreifen. Oftmals geschehen diese Dinge inzwischen gar nicht so weit weg von unserer Haustür. Bei solchen Nachrichten wächst die Angst in der Bevölkerung. Und mancher fragt sich, wie könnte ich mich auf der Straße verteidigen, wenn ich angegriffen werde? Aus solchen Ängsten heraus ist Krav Maga eine Self Defense Art (SDA), die mit relativ geringem Aufwand auch untrainierte in einer Notsituation eine schnelle, effiziente und effektive Verteidigung bei Übergriffen und Attacken verspricht.

 

Timon Guer

– Krav Maga Instructor

 
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